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Woher Ratten nehmen?

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten Ratten zu erwerben. Gerade Rattenanfänger fragen sich oft woher soll ich meine Ratten nehmen? Der erste Gedanke geht oft in Richtung Zoohandlung, die meisten haben Ratten, die Auswahl ist oft recht groß und billig sind sie zudem meistens auch noch (wobei sich in der letzten Zeit auch hier die Preise deutlich an die von Liebhaberzuchten angepasst haben). Nur ist der erste Gedanke auch der Richtige?

Wo man seine Tiere letztendlich herbekommt ist jedem selbst überlassen, nur sollte man alle Möglichkeiten kennen um vernünftig abwägen zu können welche man nutzt. Und vor allem auch mit den möglichen negativen Konsequenzen leben, statt dann die Tiere einfach wieder abzugeben!

Darum hier ein kleiner Rundgang der Möglichkeiten:

 

Tierheim/Notfallvermittlung

In Tierheimen und privaten Vermittlungsstellen sitzen viele Ratten, die ein Zuhause suchen. Woher die Tiere stammen ist ganz unterschiedlich, manche wurden aus verwahrlosten Wohnungen geholt, manche wurden abgegeben, weil es den Besitzern nicht mehr möglich war sie zu halten und wieder Andere stammen aus Würfen unbewusst trächtig erworbener Ratten.
Sucht jemand Tiere, hört man oft, dass er/sie aber keine aus dem Tierheim haben möchte, da sie verhaltensgestört, scheu oder gar bissig oder schon sehr alt sind.
Das trifft jedoch bei Weitem nicht auf alle Tiere zu. Sicherlich ist der Charakter und das Verhalten der Tiere abhängig davon, wie sie aufgewachsen sind, was für Erfahrungen sie in ihrem vorherigen Leben gemacht haben und welche Gene und erlerntes Verhalten sie von ihren Müttern/Eltern mitbekommen haben.

Daraus ergibt sich, dass es dort durchaus Tiere gibt, die mit Menschen nichts zu tun haben wollen, vielleicht sogar beißen, die unverträglich mit Artgenossen sind, die ihr Leben lang nie zahm werden oder andere Probleme haben. Andererseits gibt es aber auch Tiere, die mit Menschen aufgewachsen und von vornherein an sie gewöhnt sind, die dadurch zahm geworden sind, nicht scheu sind oder beißen, gut sozialisiert wurden und auch als Jungtiere "erworben" werden können.

Natürlich gibt es Ratten aus Tierheim oder Notfallvermittlung, die nicht für Anfänger geeignet sind, das trifft aber nicht auf alle zu! Dass sie zum Teil aus schlechter Haltung kommen oder völlig verwahrlost in einer Wohnung zurück gelassen wurden oder auf andere Weise schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben und aus diesem Grund oft sehr ängstlich sind oder sogar beißen kommt vor, diese Tiere sind nicht selten verstört und brauchen einen lieben und vor allem erfahrenen Menschen, um wieder Vertrauen fassen zu können. Solch ein Tier sollte nicht in die Hände eines Anfängers vermittelt werden, es hätte zu sehr großer Wahrscheinlichkeit fatale Folgen für Mensch und Tier. Durch so eine Erfahrung die Freude am Tier (besonders bei Kindern) zu verlieren, wäre wirklich schade, denn Ratten sind total tolle Tiere!
Hier ist es jedoch am Vermittler das richtige Tier zum richten Halter auszuwählen und ganz klar zu sagen, welche Tiere nicht in Frage kommen. Hat man einen seriösen Notfallvermittler/Tierheimmitarbeiter gefunden, ist das eine Selbstverständlichkeit!

Auch im Tierheim und der Notfallvermittlung gibt es natürlich Ratten, die für Anfänger geeignet sind.

Da das Tierheim Personal auch noch viele andere Tiere versorgen muss und sich daher nicht ausschließlich um die Ratten kümmern kann, bekommen sie meist häufig nicht so viel Aufmerksamkeit wie bei einem Privatmensch der sich intensiv um sie kümmern kann. So kann es sein, dass sie zwar an die Hand gewöhnt, aber noch nicht komplett zutraulich sind. Eine Alternative wäre da die Notfallvermittlung. Notfallvermittler sind Privatleute die bei sich zu Hause Notfalltiere aufnehmen, teilweise auch Problemtiere, oft aber einfach auch Tiere die abgegeben wurden oder Babys aus ungewollten Trächtigkeiten. Sie kümmern sich um die Kleinen und gewöhnen sie an den Menschen. Viele Tierheime arbeiten mit privaten Notfallvermittlern zusammen und so kommen viele im Tierheim abgegebene Tiere, besonders Kleintiere, direkt zu diesen Vermittlern, da sie in der Regel mehr Zeit haben, sich individuell auf die Tiere einzustellen und sie kennenzulernen.

Wichtig ist in jedem Fall, einen vernünftigen Vermittler aufzusuchen. Auch hier gibt es leider viele schwarze Schafe, die Tiere aufnehmen, obwohl ihre Kapazitäten bereits ausgeschöpft sind oder die Wissen und Kompetenz vorspielen, wo kaum eine vorhanden ist, dadurch ergibt sich kaum Zeit für jedes einzelne Tier und ggf. Probleme im Umgang oder nach der Vermittlung beim neuen Halter. Wer sich nicht intensiv mit jeder Ratte beschäftigen kann, der lernt sie auch nicht kennen und einschätzen. Jede Ratte hat ihre individuelle Geschichte und daraus resultierend ihren ganz eigenen Charakter. Nur wer die Tiere beobachtet und kennenlernt, kann sie einschätzen und den passenden Menschen finden.
Wird ein Tier vermittelt, dass gar nicht zu dem Menschen passt, vielleicht einfach "um es los zu sein und wieder Platz zu haben", riskiert natürlich, dass Halter und Ratten nicht miteinander zurecht kommen. Darauf folgt meist ein erneuter Umzug der Ratten, zurück zum Vermittler oder woanders hin und ein frustierter, verunsicherter Halter.
Damit dies nicht passiert, sollte man sich Zeit lassen, den Vermittler kennenlernen, sich die Verhältnisse der Rattenhaltung ansehen, zu schauen wie gut er seine Tiere kennt, darauf zu achten, dass er keine Vermittlung überhastet über die Bühne bringen möchte und für alle Fragen jederzeit zur Verfügung steht und insgesamt einen zuverlässigen, kompetenten Eindruck macht.

Man erfährt zwar selten etwas über die genaue Herkunft bzw. die Vorfahren der Ratten und kennt daher auch keine Details über die gesundheitliche und charakterliche Vorgeschichte der vorherigen Generationen, aber wenn man einen guten Vermittler gefunden hat, hat man einen kompetenten Ansprechpartner für jede Art von Problem oder Fragen.

 

Es klingt vielleicht im ersten Moment komisch von einem Züchter Tierheimratten empfohlen zu bekommen, aber ich züchte nicht, um Geld zu verdienen und mich an den Tieren zu bereichern (im Gegenteil, dies ist in einer vernünftig geführten Zucht gar nicht möglich, da alle Ausgaben immer deutlich über den "Einnahmen" liegen). Mir liegt das Wohl der Tiere am Herzen und es gibt nun mal haufenweise Ratten, die "weggeschmissen" werden und oft bis zu ihrem Tod vergebens auf einen lieben Menschen gewartet haben, der sich ihrer annimmt. Das haben sie nicht verdient, denn kein Tier kann etwas für seine Herkunft.
Jedoch gibt es nur nur unterschiedliche Charaktere bei den Ratten, sondern auch bei den Menschen, jeder ist anders und jeder hat andere Wünsche und Vorstellungen. Dadurch passen sowohl Zucht als auch Notfallvermittlung aus meiner Sicht zusammen und durch beide Sparten kann man auf jeden Menschen und seine Erwartungen und Erfahrungen eingehen, sodass Mensch und Tier am Ende viel Freude miteinander haben.

 

Zoohandel

Für viele Leute ist der Gang in die Zoohandlung der erste Weg um ein Tier zu erwerben, doch ist dieser Weg gut? Als erstes sollte man sich fragen was man dort überhaupt für Tiere bekommt. Wo kommen sie her?

Sicherlich gibt es auch Ausnahmen, aber in den meisten Fällen ist es so, dass Zoohandlungen ihre Tiere von Großzüchtern bekommen, denen die Tiere egal sind, die nur Geld verdienen wollen. Diese Züchter befinden sich häufig im Ausland, da die Einkaufspreise für die Tiere dort günstiger sind (trotz der Transportkosten nach Deutschland). Die Tiere werden in winzigen Boxen (Laborkäfige - Makrolonkäfige) gehalten, meistens ein Bock mit mehreren Weibchen. Die Weibchen sind dauertragend und bringen Junge zur Welt bis sie aufgrund der Anstrengungen oft sehr früh versterben. Am Tag der Geburt wird evt. das Nest einmal nach Totgeburten abgesucht und geguckt ob die Mutter säugt (wenn überhaupt) und ansonsten bekommen die Ratten ihr Futter (Pellets, völlig ohne Abwechslung, Obst und Gemüse lernen sie in der Regel dort nicht kennen) und Wasser. Sie sehen nie eine Menschenhand, die sie mal liebevoll streichelt oder haben sonst eine Möglichkeit Menschen als etwas Positives kennen zu lernen.

Wenn sie größer sind werden sie von der Mutter getrennt (oft schon viel zu früh mit 3,5 - 4 Wochen) und zu mehreren in Boxen verstaut, sodass sie nicht besonders viel platz haben. Dann geht es in die Zoohandlung. Nicht selten sind die Ratten mehr als 24 Stunden unterwegs. Dort angekommen werden sie (nach der hoffentlich erfolgten Quarantäne) in die meist hell beleuchteten Terrarien gesetzt, die viel zu klein und meistens ohne oder mit kaum Kletter- und Spielmöglichkeiten und oft nichtmal mit Verstecken ausgestattet sind. Auch hier lernen sie keine Menschen kennen, höchstens die Hand die ihnen die Futterschüssel reinstellt. In vielen Fällen stehen die Terrarien sehr weit unten, was für Ratten als Fluchttiere die Hölle ist, denn die Beine laufen immer direkt an ihnen vorbei (In der natur kommt der Feind fast immer von oben = angeborene Angstreaktion), kleine Kindern kommen gut an die Scheiben heran und klopfen dagegen usw. Damit sie von den potenziellen Käufern gesehen werden können, haben sie häufig nur spärliche Versteckmöglichkeiten.
Das heißt, die Tiere stehen unter permanentem Stress. Der Natur der Ratte entspricht es, sich tagsüber in ihren dunklen, ruhigen, unterirdischen Höhlen aufzuhalten und in der ebenfalls ruhigen und dunklen Dämmerung und Nacht draußen auf Nahrungssuche zu gehen. Verkaufstiere erleben genau das Gegenteil, es ist nicht dunkel, es ist nicht ruhig und sie können sich nicht verbergen, wenn sie es möchten, dies führt zu Dauerstress.
Dieser Stress führt nicht selten zu einer Schwächung des Immunsystems und daraus folgender Erkrankungen und/oder Parasiten die sich ungehindert auf dem Tier vermehren können.

Dazu kommt, dass die Ratten oft nicht einmal nach Geschlechtern getrennt und die Weibchen somit schwanger sind (absichtlich oder wegen fehlender Kenntnisse der Mitarbeiter). Wer solche Ratten kauft, erlebt nach spätestens 3 Wochen eine Überraschung in Form vieler, kleiner, nackter Rattenbabys. Genau diese Babys sind es dann häufig, die im Tierheim landen. Nicht selten werden absichtlich schwangere Weibchen "produziert" und den Käufern dann angeboten, dass sie die Babys in der Zoohandlung wieder abgeben können. Der Zweck dahinter ist ganz klar, es wird eine Ratte verkauft, die Kosten für die Aufzucht (und das ist nicht wenig) trägt jemand anderes und anschließend kann das Zoogeschäft 10-15 weitere Ratten verkaufen, seeehr praktisch und gewinnbringend...!

Bei diesen Bedingungen darf man sich nicht wundern, wenn die Tiere krank, verängstigt und völlig ohne Vertrauen dem Menschen gegenüber und evt. trächtig verkauft werden. Und selbst wenn man eine Ratte erwischt, die nicht trächtig ist, kann es passieren (aus Unwissenheit der Verkäufer), dass sich nach ein paar Tagen zu Hause wenn man die kleinen mal zu Gesicht bekommt eins der Weibchen als Bock entpuppt und das Weibchen spätestens dann schwanger ist.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es den meisten Zoogeschäften völlig egal ist, woher sie ihre Tiere bekommen, Hauptsache sie sind billig! Am besten haben sie auch noch besondere Farben, damit sie sich besser verkaufen lassen.

Übrigens, fragt doch mal einen der Verkäufer spaßeshalber, woher die Tiere stammen. Die Antwort ist nahezu immer "von einem Züchter". Manchmal sogar "von einem guten Züchter". Seltsam jedoch, dass man im Normalfall keinerlei Auskunft bekommt wer genau denn dieser Züchter ist oder von wo er kommt. Freilich sind auch Betreiber von Massenzuchten im Ausland in gewisser Weise "Züchter" ;)

Übrigens bringt es im Grunde auch nichts eine Ratte "retten" zu wollen. Dem einzelnen Tier ist damit zwar geholfen, aber jeder Kauf eines Zooladentiers verschlimmert die Situation, denn für jede verkaufte Ratte kommen Neue nach und man unterstützt dieses System auch noch finanziell. Dem Einzelhandel ist es egal aus welchem Grund ein Tier gekauft wird, wichtig ist, DASS es gekauft wird und Geld in die Kasse bringt. Damit der Gewinn möglichst hoch ausfällt muss bei möglichst wenig Investition möglichst viel Umsatz gemacht werden. Folglich ist alles Geld was vorher in die Tiere investiert wurde deutlich geringer als der Verkaufspreis. Hat man nun eine Zoohandlung die ihre Ratten für 7 Euro pro Tier verkauft, kann man sich etwa vorstellen wie die Beschaffung und Unterbringung des Tieres finanziell und damit automatisch auch qualitativ ausfiel ;)

Ist die Zoohandlung in Anbetracht dieser Zustände also die bessere Alternative? Aus meiner Sicht nicht, aber wie gesagt, das soll jeder für sich entscheiden.

 

Viele Futtertierzüchter züchten übrigens in der Regel auf gleiche Weise wie die Großzüchter, aus denen die meisten Zooladentiere stammen. Kleine Boxen mit vielen Tieren, dauerhaft tragende und säugende Weibchen, keinen positiven Kontakt zum Menschen, keine Behandlung im Krankheitsfall (kranke Tiere werden im besten Fall getötet bevor sie elendig eingehen), einseitige Ernährung, keine Bewegungsmöglichkeiten, etc.

 

Züchter

Ja, es gibt Rattenzüchter, sehr viele sogar. Das Problem an der Geschichte ist, dass sich jeder "Rattenzüchter" nennen kann ohne Auflagen erfüllen oder eine Prüfung ablegen zu müssen.
Daraus ergibt sich automatisch, dass es leider haufenweise Leute gibt, die sich als Züchter ausgeben und auch glauben sie wären welche, nur weil sie ein Männchen mit einem Weibchen zusammen setzen können, im Grunde genommen aber keinen blassen Schimmer haben, was sie da eigentlich tun. Diese Züchter werden als "Vermehrer" oder gern auch als "planlos Vermehrer" bezeichnet. Genau genommen dürfte das auf ca. 98% aller Rattenzüchter in Deutschland zutreffen. Das Thema Rattenzucht ist sehr komplex, man braucht ein fundiertes Fachwissen, nicht nur in der Haltung, sondern auch in der Aufzucht und der Genetik der Farbratte. daher ist es leider für einen Außenstehenden kaum möglich zu beurteilen, ob jemand wirklich Ahnung hat oder ob er einfach nur so tut. Aktuell gibt es in Deutschland nur ein paar wenige gute Züchter.

Was unterscheidet also einen seriösen Züchter von einem Vermehrer? Es ist wie gesagt für jemanden, der sich nicht selber sehr gut auskennt  kaum nachvollziehbar, daher liste ich nachfolgend einige Punkte auf, die zumindest einen Anhaltspunkt geben können.

Der "gute" Züchter:

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Er hat wenige Würfe im Jahr! Qualität sollte über Quantität stehen! (3-4 Würfe gleichzeitig oder deutlich mehr als 10 Würfe pro Jahr sind nicht mehr "wenige"!)
Männchen und Weibchen sind dauerhaft getrennt untergebracht und werden nur gezielt zu geplanten Verpaarungen zusammen gesetzt.
Die Ratten verfügen über Stammbäume mit Informationen zu Aussehen, Alter Gesundheit, Charakter, usw.
Stammbäume dürfen vor Ort angeschaut werden.

 

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Zeigt Euch gern seine Ratten & deren Haltung. Es muss euch gefallen, und die Zuchttiere müssen zutraulich und gesund sein! (Notfalltiere/Liebhabertiere können eine  Ausnahme darstellen, diese dürfen dann aber nicht zur Zucht eingesetzt werden)
 

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Es darf nicht extrem nach Ammoniak riechen (ein Geruch wird immer da sein, da Ratten einen intensiven Eigengeruch haben, aber erheblicher Uringeruch spricht für unsaubere Käfige)
 

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Geht liebevoll mit den Tieren um und hat ein gutes Verhältnis zu ihnen, kennt zudem die Charaktere und zeigt dadurch, dass er auch viel Kontakt und ein gutes Verhältnis zu ihnen hat.
 

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Scheut keine Kosten und Mühen, wenn es um die Gesundheit seiner Tiere geht (Tierarztbehandlungen, OPs, hochwertiges Futter, usw.)
 

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Hat große, saubere, gut strukturierte und eingerichtete Käfige, keine Kahlen, zu Kleinen, Dreckigen oder Ungeeigneten. Sowohl das Einstreu als auch die Einrichtungsgegenstände und natürlich auch die Tiere selber wirken sauber und gepflegt. Die Mindestgröße eines Käfigs für 3 Ratten (weniger Tiere sind keine artgerechte Haltung!) ist 80x50x120cm (L/B/H) oder 100x50x100cm (L/B/H). Darunter geht gar nichts, eher sollte mehr Platz vorhanden sein. Leben mehr Ratten in einem Käfig, muss dieser natürlich entsprechend noch größer sein. Hamsterkäfige, niedrige Meerschweinchenkäfige, Aquarien/Terrarien, usw. für die dauerhafte Haltung sind ein NoGo und nur bei zeitlich begrenzter Unterbringung akzeptabel (z.B. Wurfkäfig, Krankenkäfig, Intikäfig, Urlaubskäfig, etc.) Die Käfige verfügen über ausreichend Lauffläche durch große Etagen und gut strukturierte und abwechslungsreiche Einrichtung! Ausserdem sind sie gut belüftet für eine ausreichende Luftzirkulation.
 

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Zeigt gern die Elterntiere.
 

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Lasst euch eure Ratten auf die Hand geben - streichelt sie, beschäftigt euch mit ihnen. Im besten Fall lässt der Züchter die Tiere den Menschen aussuchen und vermittelt nicht nur anhand der Fotos, damit sicher gestellt ist, dass Halter und Tiere auch wirklich zusammen passen. Zudem vermittelt ein guter Züchter keine Einzeltiere (erst recht nicht bei Welpen), auch nicht unbedingt, wenn bereits Welpen/Ratten vorhanden sind (während der bevorstehenden Integration wäre dieses Tier sonst ggf. mehrere Wochen oder gar Monate allein, außerdem ist ein Umzug alleine viel mehr Stress als mit einem bekannten Artgenossen)
 

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Zeigt gern wo die Ratten ihren Auslauf haben.
 

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Seht euch alle Ratten an, ob sie gesund sind (ein kleiner schnupfen soll aber verzeihbar sein, da Ratten dafür anfällig sind, besonders im Herbst und zum Sommer hin, kommt dies vermehrt vor)
 

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Gibt Auskunft darüber zu welchem Tierarzt er mit seinen Ratten geht.
 

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Füttert seine Ratten artgerecht und abwechslungsreich (Körnerfutter als Grundfutter mit verschiedensten Zutaten, regelmäßig frisches Gemüse/Obst, gelegentlich Zusätze wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, Käse, o.ä.
 

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Nimmt seine vermittelten Ratten wieder zurück, wenn sie nicht mehr gehalten werden können oder hilft bei der Vermittlung, wenn die Abgabe nicht sehr eilt.
 

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Hält schon längere Zeit Ratten und hat somit einige Erfahrung und Wissen rund um die Tiere und kann Fragen kompetent beantworten.
 

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Hat ein fundiertes Wissen zur Farb- und Zeichnungsgenetik von Ratten, kennt die Risikoverpaarungen (und vermeidet sie bewusst), züchtet keine Qualzuchten, achtet darauf, dass Weibchen nicht zu früh (vor 4-5 Monaten), zu spät (nach 1 Jahr beim letzten und nach 9 Monaten beim ersten Wurf) oder mit zu geringem Gewicht/Größe (Minimum sollte 280-300g sein) Welpen bekommen, lässt Böcke nicht früher als mit 6-8 Monaten decken, lässt jedes Weibchen maximal 2-3x Nachwuchs bekommen und achtet auf Wurfpausen von einigen Wochen zwischen den Würfen.

 

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Nimmt sich viel Zeit für eine gute und umfassende Beratung, steht sowohl vor- als auch nach der Vermittlung immer für Fragen und bei Problemen zur Verfügung

 

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Achtet genau drauf wer von ihm Tiere bekommt, lässt sich im Vorfeld die Haltung zeigen und vermittelt nur dorthin wo die Ratten ein artgerechtes Leben mit liebevollem Umgang haben.
Legt Wert darauf mit den Haltern in Kontakt zu bleiben um über die Verwandtschaft der Zuchttiere informiert zu bleiben (gesundheitliche und charakterliche Entwicklung, erreichtes Alter, etc.)
Vermittelt nur gegen Vertrag und Schutzgebühr.

 

Hat der Züchter diese Punkte alle gut gemeistert, spricht das schonmal für ihn. Natürlich ist es keine Garantie, dass er seriös und verantwortungsvoll züchtet, aber es sind zumindest wichtige Kriterien erfüllt. Ganz am Ende sollte man vor allem auch auf sein Bauchgefühl hören. Sind alle hier genannten Kriterien erfüllt, der Bauch sagt aber trotzdem, dass irgendetwas nicht stimmt, ist es meistens ratsam darauf auch zu hören. Erfahrungsgemäß hat die Intuition sehr häufig recht, auch wenn faktisch nichts Negatives erkennbar ist.

 

Aber wo liegen denn jetzt die Vorteile von seriösen Züchtern gegenüber Vermehrern oder einmaligen Privatwürfen?

Bei einem guten Züchter weiß man wo die Tiere und meistens auch deren Vorfahren herkommen (ein Stammbaum mit mehr als 2-3 Generationen und relevanten Infos sollte vorhanden sein). Man weiß, sie sind nicht trächtig, sind gesund und zahm (auch bei guten Züchtern kann es passieren, dass Ratten nicht mit jedem Menschen gleichermaßen zurecht kommen, denn Ratten sind einfach Charaktertiere, allerdings sollte das die Ausnahme bleiben!) und unter optimalen Bedingungen aufgewachsen. Sie werden artgerecht gehalten und ernährt, haben (gleichaltrige) Artgenossen zum Spielen, bekommen eine gute, tierärztliche Versorgung im Krankheitsfall, man kann die Tiere dort wieder unterbringen falls eine Haltung nicht mehr möglich ist und man hat einen kompetenten, erfahrenen Ansprechpartner, der jederzeit (auch nach der Vermittlung) bereit ist mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Außerdem arbeiten solche Züchter darauf hin, Linien in denen häufige Tumorfälle oder andere Erbkrankheiten bekannt sind nicht weiterzuführen (oder falls sinnvoll, durch gezielte Zucht zu minimieren), sondern gesunde Linien in denen die Tiere lange leben auszubauen. Dies ist zwar ein schwieriges und langwieriges Unterfangen, da Ratten von Natur aus (auch wilde Ratten) sehr tumoranfällig sind, aber es zeigen sich bereits Erfolge in einigen Linien. Die Zucht findet gezielt und auf gesundheitliche und charakterliche Faktoren hin statt und nicht einfach ins Blaue hinein.

Leider gibt es in Deutschland nur eine Hand voll seriöser Züchter, sodass häufig weite Fahrten von bis zu mehreren hundert Kilometern in Kauf genommen werden müssen, um ihn persönlich kennen zu lernen. Wer sich unsicher ist, ob er an einen guten Züchter oder doch nur an einen Vermehrer geraten ist, kann sich gern bei mir melden. Wenn ich die Person kenne, kann ich sicherlich etwas dazu sagen. Kenne ich ihn/sie nicht, kann ich aber schauen, ob ich mir anhand der Homepage (fast jeder gute Züchter verfügt über eine) ein Bild davon machen und eine Einschätzung abgeben kann.
Die meisten Züchter bieten auch einen Transport der Tiere per privater Mitfahrgelegenheit an, das ist eine gute Möglichkeit, die Tiere sicher ins neue Zuhause zu bringen. Hat allerdings auch den Nachteil, dass der neue Halter seinen Züchter nicht persönlich kennenlernt und umgekehrt. In solchen Fällen bietet sich z.B. Skype per Videotelefonie an, um sich zumindest virtuell gegenübertreten zu können. Das schafft für beide Seiten mehr Sicherheit und Vertrauen :)

 

Fazit:

Wer bereit ist Tierheimratten auf zu nehmen, mit allen Wenn's und Aber's und allen Risiken die auf ihn zukommen könnten und das Tier nicht bei der kleinsten Komplikation wieder abgibt, der sollte auf jedenfall diesen Ratten eine Chance geben!!!
Private Notfallvermittler können in der Regel auch einiges über den Charakter des jeweiligen Tieres sagen, beratend zur Seite stehen und genau auf den Halter und seine Wünsche eingehen. In Tierheimen ist das nur teilweise der Fall, je nach Größe, Menge an Tieren und Tierpflegern, usw. Einfach vorbei schauen und sich alles ansehen.

Zooladenratten sind zwar auch sehr niedlich und haben ein anderes Leben verdient, aber aufgrund ihrer Vorgeschichte sind sie oft krank, bissig (oder zumindest sehr scheu), trächtig, haben Parasiten, o.ä. Zudem unterstützt man das System mit jedem Kauf solch einer Ratte, auch wenn es ein Mitleidskauf ist.
Hierzu kann ich folgenden Link sehr empfehlen:
http://www.gegen-zooladenkaeufe.de/

Seriöse Züchter bieten Gewissheit über die Vorfahren der Ratten und ihr Ziel ist es, gesunde, langlebige, zahme Tiere, die alles bekommen was sie brauchen um glücklich zu sein, hervor zu bringen. Folglich bekommt man in aller Regel ausgeglichene, gesunde Tiere, die einem lange Freude bereiten und auch durchaus für Anfänger geeignet sind.

 

Wer sich nun alles durchgelesen hat, kennt der sollte selber entscheiden, wo er seine Ratten kauft.


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