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Vergesellschaftung

 

Allgemeines:

Ratten sind Rudeltiere, sie brauchen unbedingt mindestens 1-2 Artgenossen für ein artgerechtes und glückliches Leben. Ein Mensch kann niemals einen Artgenossen ersetzen, auch nicht mit viel Beschäftigung und Führsorge!

Manchmal ist es nötig, neue Ratten zu den Vorhandenen zu integrieren, entweder, weil man seine Gruppe erweitern möchte oder weil z.B. ein Tier gestorben ist und eines nun alleine sitz.

Für junge Ratten ist es absolut notwendig jemanden in ihrem Alter zu haben. Eine Vergesellschaftung von EINER jungen Ratte mit einer oder mehr Älteren, kann tragische Konsequenzen für die geistige (und ggf. sogar körperliche) Entwicklung haben!

Bitte also niemals eine einzelne junge Ratte zu älteren integrieren! Bis zu einem Alter von 12-14 Wochen sollte der Altersunterschied maximal 2 Wochen betragen. Danach lässt der starke Spieltrieb und damit auch die ausgeprägteste Lernphase (bezogen auf das Sozialverhalten) langsam nach und die Ratten werden ruhiger. Ab diesem Alter kann der Unterschied schon etwas größer sein, sollte jedoch 1 bis maximal 2 Monate nicht überschreiten!

Junge Ratten sollten mindestens 8-10 Wochen alt sein, bevor sie mit Älteren vergesellschaftet werden. Welpen verstehen alles noch als ein großes Spiel, was mitunter zu Missverständnissen führen kann, besonders bei älteren Tieren, die den Umgang mit Jungtieren nicht kennen.
Da sie erst ab einer gewissen Größe überhaupt die körperlichen Voraussetzungen haben, sich ggf. auch mal zur Wehr zu setzen, sollte bis dahin sicherheitshalber keine Vergesellschaftung statt finden. Dennoch kann natürlich auch später immer etwas passieren, daher muss alles sehr gut beobachtet und wenn nötig eingegriffen werden.

Aus welchem Grund auch immer eine Vergesellschaftung stattfinden soll, es müssen einige sehr wichtige Dinge beachtet werden. Andernfalls kann es zu schlimmen Auseinandersetzungen bis hin zum Tod einer oder mehrerer Ratten kommen. Dies muss nicht zwingend in der ersten Zeit passieren. Nicht selten "rächt" sich eine falsche Vergesellschaftung erst Wochen oder gar Monate später völlig unerwartet.

Als erstes muss man wissen, dass Ratten sehr territorial sind, es wäre grob fahrlässig, sie einfach zusammen in einen Käfig zu setzen, denn sie verteidigen ihr Revier Fremden gegenüber mitunter bis aufs Blut, Böcke gleichermaßen wie Weibchen!

Eine Ausnahme stellen meistens Welpen dar. Sind alle Tiere maximal 8 Wochen alt, kann man sie in aller Regel einfach zusammen setzen. Natürlich sollte die Situation trotzdem beobachtet werden. Sind alle Tiere zwischen 8-12 Wochen alt, kann man sie häufig auch noch ohne richtige Vergesellschaftung zusammen setzen, das Risiko steigt jedoch mit zunehmendem Alter, ist also größer, je näher sie an die 10-12 Wochen Marke heran kommen.

Sind Ratten dabei, die bereits älter als 12 Wochen sind, sollte kein Risiko eingegangen und eine richtige Vergesellschaftung durchgeführt werden. Dies kann je nach Alter, Geschlecht, Sozialisierung und Charakter auch mal mehrere Wochen dauern. Es gibt jedoch keine Garantie, dass es tatsächlich klappt, denn wie wir Menschen, kennen auch Ratten Sympathie und Antipathie. Manchmal stimmt die Chemie einfach nicht.

Für eine Vergesellschaftung sind als erstes einmal die richtigen Käfige nötig. Die neuen Ratten müssen für die Zeit der Integration natürlich ebenfalls artgerecht untergebracht werden, das heißt, es müssen mindestens 2 große Käfige mit Etagen, Einrichtung, etc. zur Verfügung stehen. Sollen mehrere Gruppen zusammengeführt werden, muss natürlich für jede Gruppe ein genügend großer Käfig vorhanden sein!

Die neuen Ratten sollten immer mindestens zu zweit sein (besonders bei Welpen ist dies Pflicht!), damit sie während der Zeit der Integration Kontakt zu bekannten Artgenossen haben. Besonders bei länger andauernden Integrationen ist dies entscheidend. Ist eine Ratte längere Zeit allein, verlernt sie allmählich wie man sich in einer Gruppe verhält. Dies wäre einer Vergesellschaftung nicht sonderlich zuträglich.

Zudem bedeutet ein Umzug mit einer bekannten Ratte weitaus weniger Stress, da sie sich gegenseitig Sicherheit geben (Rudelprinzip).

 

Nun kann es los gehen:

Entgegen der häufig (besonders im Internet) zu lesenden Methode des Käfige nebeneinander Stellens und Einstreu Austauschens, rate ich hiervon dringend ab.
Stehen die Käfige nebeneinander, können die Ratten sich riechen, sehen und ggf. sogar berühren (je nachdem wie dicht sie aneinander stehen). Sie können jedoch keine Rangposition ausdiskutieren, da sie nicht zueinander können. Somit werden sie permanent ihrem Kontrahenten gegenüber stehen ohne ihrem natürlichen Verhalten nachgehen zu können. Das ist nicht nur Stress für beide Seiten, sondern kann Aggressionen hervorrufen, die sich bei einem späteren, richtigen Aufeinandertreffen massiv entladen können. Eine Vergesellschaftung kann dadurch stark beeinträchtigt werden und schlimmstenfalls zwischen den Parteien gar nicht mehr funktionieren. Bei Böcken ist das Risiko größer als bei Weibchen, aber auch die Damen können gut austeilen!


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