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Der Käfig

 

Die Wahl des richtigen Käfigs und die Art der Einrichtung sind eine der wichtigsten Grundlagen für eine artgerechte Rattenhaltung.

 

Käfiggröße:

Da Ratten sehr bewegungsfreudige Tiere sind und ein starkes Bedürfnis haben zu klettern, ist die Käfiggröße entscheidend.

bullet Die TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz) gibt in ihren Richtlinien von 2014 an, dass die Mindestmaße für einen Rattenkäfig für kleine Rudel (3-4 Tiere) 100x50x100cm (L/B/H) oder alternativ 80x50x120cm (L/B/H) betragen. Mehr Ratten benötigen entsprechend mehr Platz.
Viele Veterinärämter orientieren sich mittlerweile an diesen Richtlinien und setzen sie ggf. bei Kontrollen auch durch. Volieren mit geringer Grundfläche (z.B. 50x50cm oder 60x60cm) wie sie häufig noch verwendet werden sind gänzlich ungeeignet für die Rattenhaltung, auch wenn sie über eine große Höhe verfügen, da den Ratten ausreichend Lauffläche fehlt, diese Maße reichen für maximal einen großen oder 2 kleinere Sprünge, woraus sich die mangelnde Eignung deutlich ableiten lässt.
Die Richtlininen der TVT sind HIER nachzulesen.

Ich persönlich erachte eine Käfiggrundfläche von 80x50cm maximal noch für faule Böcke als zähneknirschend ok.
Für die sehr bewegungsfreudigen Mädels und auch für bewegungsfreudigere Jungs sollte 1m Länge keinesfalls unterschritten werden.
Die Tiefe darf 50cm nicht unterschreiten, besser wären sogar 60cm oder mehr.
Die Käfighöhe muss minimum 1m betragen, jedoch wird es bei so geringer Höhe schwierig genügend Volletagen mit ausreichendem Abstand zueinerander unterzubringen, weswegen ich immer (auch im Sinne dieser kletterfreudigen Tiere) eine Höhe von mindestens 120-140cm empfehle.
 
bullet Je größer der Käfig ist, desto besser. Die genauen Maße können individuell unterschiedlich sein, dürfen die oben genannten Mindestmaße jedoch nicht unterschreiten
 
bullet Käfige die niedriger als 120-130cm sind, sollten auf einem Podest stehen oder mit einem Aufbau versehen werden, da Ratten sich in der Höhe wohler fühlen als in menschlicher Beinhöhe. Die oberste Etage sollte sich in einer Höhe von mindestens 120-140cm befinden
 
bullet Geeignet sind Gitterkäfige wie der Furet Tower (eher für Böcke), der Jumbo, sie Savic Royal Suite 95 Double bzw. Royal Suite XL oder die Voliere Darwin. Natürlich kann man sich aber auch handwerklich betätigen und einen Käfig selber bauen oder einfach einen Kleiderschrank umbauen. Hierfür sind z.B. der Dombas oder der Pax von IKEA, aber auch jeder andere Kleiderschrank, der die Mindestmaße erfüllt geeignet. Der Aneboda von Ikea ist wegen seiner geringen Grundfläche nicht optimal, bei entsprechendem Platzangebot kann man aber 2 nebeneinander stehende Aneboda durch ausreichend große Durchgänge gut zu einem großen Käfig verbinden.
 
bullet Ungeeignet sind Hamster- und Mäusekäfige, aufgrund der viel zu geringen Größe, sowie Meerschweinchenkäfige, da diese meistens sehr niedrig sind. Ebenso sollte auf Vitrinen und Vogelvolieren (je nach Maßen) verzichtet werden, da diese zwar hoch sind, aber oft nicht über eine ausreichend große Grundfläche verfügen.

Grundsätzlich ungeeignet, unabhängig von ihren Maßen sind Aquarien und Terrarien ohne große und tiefliegende Gitterflächen.. Durch die geschlossenen Seitenwände staut sich Ammoniak, welches durch den Rattenurin sehr schnell und in großer Menge produziert wird (noch bevor wir Menschen es geruchlich deutlich wahrnehmen) und schädigt die ohnehin sehr empfindlichen Atemwege der Ratten.
Zudem bieten "Kästen" mit glatten Wänden schlechte bis keine Klettermöglichkeiten. Aus diesem Grund sollte auf Aquarien gänzlich verzichtet werden, auch wenn sich im oberen Bereich ein gut belüfteter Aufbau befindet. Terrarien sollten nur dann verwendet werden, wenn die herkömmlichen Türen oder ganze Seitenteile durch große Gitterflächen ersetzt wurden.
 

bullet Zu beachten ist in jedem Fall der Abstand der Gitter (bei Fertigkäfigen) oder der Maschenabstand des Volierendrahts bei Selbstbauten und Schrankkäfigen
Junge Ratten können sich durch kleinste Lücken quetschen, daher empfehle ich für Jungtiere einen Gitterabstand von max. 10-12mm
Für ausgewachsene Weibchen sollte der Abstand 15-18mm nicht überschreiten und für ausgewachsene Böcke (je nach Größe) nicht mehr als 20-25mm
 

 

Die Etagen:

Wie bereits weiter oben erwähnt sind Etagen, besonders Volletagen, also solche die über die ganze Käfiggrundfläche gehen, unerlässlich.
Jedoch gibt es auch hier ein paar Dinge zu beachten.

bullet Das neue offizielle "Gutachten zur Haltung von Säugetieren" (Stand 07.05.2014) besagt, dass für 1-2 große, überwiegend bodenbewohnende Mäuseverwandte (dazu zählen auch Wanderratten) eine Gehegefläche von 2m² und für jedes weitere Tier zusätzliche 20% zur Verfügung stehen müssen. Das hieße, dass für 3 Ratten bereits eine Lauffläche  von rund 2,4m² und für 4 Ratten 2,8m² vorhanden sein müssen. Da sich dieses Gutachten meines Wissens auf die Wildtierhaltung bezieht und Farbratten im Laufe der Domestikation an Bewegungsdrang verloren haben sind diese Zahlen nicht 1:1 auf Farbratten übertragbar, machen aber dennoch deutlich, dass diese Tiere trotz ihrer geringen Körpergröße viel Bewegungsfreiheiten benötigen.
(
Das Gutachten zur Haltung von Säugetieren kann HIER eingesehen werden (ab Seite 138 (Punkt 15.4. ff) geht es um Mäuseverwandte).

Zum besseren Verständnis:
Ein Käfig mit einer Grundfläche von 100x50cm und 4 weiteren Volletagen hat eine Lauffläche von 2,5m²
Ein Käfig mit 80x50cm, dem Minimum an Grundfläche, benötigt schon 5 Volletagen + um auf 2,4m² zu kommen.

Da der Etagenabstand mindestens 30-35cm betragen sollte, damit sich auch ausgewachsene Ratten problemlos aufstellen können, bedeutet das, eine entsprechend größere Höhe bei geringer Grundfläche.
Um bei einem 80x50cm Käfig also die 6 Volletagen bei einem Mindestabstand von 30cm zu erreichen, benötigt man bereits eine Höhe von 1,8m
 
bullet Im Idealfall ist der Käfig so gestaltet, dass es Etagen verschiedener Größe und verschiedenen Abstands zueinander gibt, dies bietet vielfältigere Einrichtungsmöglichkeiten und schafft Abwechslung für die Tiere. Die Mindestmenge an Lauffläche darf dabei nicht unterschritten werden (siehe oben), ansonsten ist die Anordnung individuell wählbar.
Auf mindestens der Hälfte der Etagen sollten sich die Tiere jedoch vollständig aufrichten können, das heißt, diese sollten einen Mindestabstand von 30-35cm, bei großen Ratten bis 40cm zur nächsten Etage haben.
 
bullet Die Wahl des richtigen Materials ist nicht unerheblich, denn Rattenurin ist recht aggressiv. Kann dieser in das Material eindringen, führt dies schnell zu sehr unangenehmen Gerüchen und unhygienischen Zuständen, wenn sie nicht regelmäßig ausgetauscht werden.
Ich kann Siebdruckplatten sehr empfehlen. Sie können im Baumarkt auf das passende Maß zugesägt werden, habe eine glatte, gut zu reinigende Oberfläche, sind durchgehend wasserfest verleimt (lassen also keinen Urin eindringen) und werden erfahrungsgemäß kaum bis gar nicht angenagt.
Im ersten Moment wirken sie recht teuer, allerdings sind sie in aller Regel erheblich haltbarer als andere Materialien wodurch sich der höhere Anschaffungspreis schnell rechnet.
 
bullet Nicht verwendet werden dürfen Gitteretagen! Sie sind sehr schädlich für die kleinen Rattenfüße, neben der Gefahr sich die Füße darin zu verstauchen oder gar zu brechen, verursachen sie schnell Probleme wie Bumble Foot, was nur schwierig und langwierig zu behandeln ist und häufig nie wieder vollständig abheilt. Es folgen teure Tierarztbesuche für den Menschen und sehr schmerzhafte und unangenehme Zeiten für die betroffenen Ratten.
Auch weiche Materialien wie Zeitungspapier oder Stoff auf den Gitteretagen behebt das Problem NICHT! Lediglich feste Materialien wie Kunststoff- oder Holzplatten können hier Verwendung finden, solange sie intakt sind und das Gitter vollständig abdecken.
 
bullet Herkömmliche Holzbretter sollten immer gründlich, mit mehreren Schichten lackiert werden (Lack für Kinderspielzeug nach DIN EN 71.3). Besser sind jedoch Bretter die von vornherein keine oder so gut wie keine Feuchtigkeit aufnehmen können. Kunststoff wäre eine Möglichkeit, ist jedoch nicht besonders natürlich als Untergrund und wird oft schnell zerfressen. Eine Alternative, die ich nur jedem empfehlen kann, sind Siebdruckplatten. Diese gibt es in fast jedem Baumarkt (man kann sie sich dort meist passend zusägen lassen). Sie sind zwar deutlich teurer als normale Holzbretter, was oft erst einmal abschreckend wirkt, jedoch halten sie um ein Vielfaches länger und sind daher im Verhältnis zur Lebensdauer erheblich günstiger als andere Holzbretter.
Die Glatte Oberfläche ist einfach zu reinigen und zu desinfizieren und selbst unlackierte Schnittkanten nehmen nahezu keine Flüssigkeit auf.
Lackierte Holzbretter musste ich nach wenigen Wochen austauschen, Siebdruckplatten dagegen haben 2 Jahre und mehr gehalten. Insofern lohnt es sich durchaus beim Kauf mehr Geld zu investieren, zumal auch der Arbeitsaufwand für das Lackieren und die Kosten für den Lack völlig entfallen, ebenso der Aufwand für der häufige Austauschen der Bretter.
 
bullet Wer möchte, kann um die Kanten herum noch einen Streuschutz anbringen, also eine Kante, die es ermöglicht Einstreu auf der Etage zu haben ohne, dass es immer sofort herunterfällt. Dies trägt zur längeren Lebensdauer und erheblich weniger Uringeruch bei.
Geeignet sind Plexiglasstreifen, die an die Kanten geschraubt werden oder L-Profile aus rostfreiem Material (z.B. Alu oder Kunststoff, wobei Kunststoff evt. schnell zernagt wird)
Die Kante sollte mindestens 4-5cm hoch sein, sonst bringt sie erfahrungsgemäß nicht sehr viel
 
bullet Um sich eine Menge Arbeit zu ersparen, ist es ratsam, die Etagen so zu befestigen, dass sie für eine gründlichere Reinigung einfach heraus genommen werden können. Im besten Fall ohne den Käfig dafür völlig zerlegen zu müssen.

 

Hier einige Beispiele (zum Vergrößern anklicken):

Aus zwei hohen Regalen selbstgebauter Schrankkäfig, mit lackierten Holzetagen, 80x50x170cm

(nach heutigem Standard eigentlich schon zu schmal)
 

             Umgebauter IKEA Aneboda, mit Siebdruckplatten als Etagen, 80x50x180cm

(nach heutigem Standard eigentlich schon zu schmal)
Dreitüriger Kleiderschrank, mit Siebdruckplatten als Etagen, 145x55x190cm   Ein leerer Furet Tower von Ferplast, 80x75x160cm

 

Die Einrichtung:

Wenn der Grundkäfig mit seinen Etagen steht, muss er eingerichtet werden.

bullet Als wichtigstes Utensil sind natürlich Futter- und Wasserquellen anzusehen. Wassernäpfe sind eher ungeeignet, da sie sehr schnell verschmutzen und gern umgeworfen oder leergeschaufelt werden, daher empfehle ich eine Wasserflasche, je nach Flaschengröße und Rattenanzahl ggf. auch mehrere, sowie einen genügend großen Futternapf
 
bullet Zudem müssen sich Versteckmöglichkeiten wie Häuser, Hütten, dunkle Röhren o.ä. im Käfig befinden, pro Ratte mindestens 1 Versteck bei kleineren Rudeln. Da die Verstecke bei größeren Rudeln ohnehin meist aufgeteilt werden, reichen ab etwa 6-7 Ratten auch durchschnittlich etwa 1 Versteck pro 1,5 Ratten oder besser gesagt pro 3 Ratten 2 Verstecke oder ab 10 Ratten pro 4 Ratten 2 große Verstecke o.ä.
Wobei trotzdem immer gilt, je mehr Verstecke, desto besser. Allerdings bringt es auch wenig, wenn man die gesamte Lauffläche in großen Rudeln gleich mit Häusern "pflastert".
 
bullet Auch genügend Kletter- und Spielmöglichkeiten sind sehr wichtig, besonders Weibchen und junge Ratten bewegen sich äußerst gern, hierfür ist alles geeignet, was ungefährlich und ungiftig ist. Gern genommene Einrichtungsgegenstände sind z.B. Hängematten (Ratten lieben sie),  Kuschelröhren oder Kuschelsäcke (aus weichem Stoff), Leitern, Äste (von Obstbäumen oder aus dem Zoohandel, gut abgekocht), Wippen, Körbe, Brücken, Seile, Röhren (z.B. Drainagerohre, Teppichpapprohre), „Exotennester“, usw.
 
bullet Natürlich können auch andere Gegenstände zweckentfremdet werden, das spart oft viel Geld. Große Hängematten sind z.B. aus billigen Geschirrhandtüchern einfach selber gemacht, Werkzeugsammelkästen aus dem Baumarkt können als Schlafkörbe dienen, etc. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, solange die Gegenstände ungefährlich und ungiftig sind
 
bullet Laufräder sind tabu! Sie schaden den Ratten, da es im freien Handel keine Laufräder gibt, die groß genug im Durchmesser sind, daraus ergibt sich eine ungesunde und schädliche Körperhaltung, die die Wirbelsäule nachhaltig schädigt. Zudem gibt es leider viele Laufräder mit dem so genannten Schereneffekt, dadurch können Füße oder der Schwanz schwer verletzt oder sogar abgetrennt werden oder solche mit Gitterlauffläche, die die Füße schädigen. Ein Laufrad welches für mittelgroße Ratten geeignet wäre müsste einen Durchmesser von mindestens 1m haben.
Viel wichtiger ist der tägliche und ausreichend lange Auslauf und ein großer Käfig mit vielen Bewegungsmöglichkeiten. So haben Eure Ratten die Möglichkeit, sich viel zu bewegen ohne Schaden zu nehmen. Da Ratten sehr intelligent sind, wäre die reine Bewegung in einem Laufrad ohnehin keine ausreichende Beschäftigung. Zu dem Bewegungsdrang kommt nämlich noch die geistige Förderung, die sehr wichtig ist. Ein monotones auf der Stelle Laufen in einem Laufrad lastet zwar den Körper aus, aber nicht den Geist. Das wird über kurz oder lang zu Frust und unerwünschtem Verhalten führen.

Es ist also in jedem Fall besser Bewegung und Gehirnjogging beim täglichen Auslauf miteinander zu verknüpfen, um die Ratten rundum zu fordern und zu fördern und so dafür zu sorgen glückliche, ausgeglichene und gesunde Tiere zu haben.
 

bullet Insgesamt sollte die Einrichtung zu einem großen Teil aus Holz bestehen, an dem die Ratten ihre Nagezähne abnutzen können. Sie zernagen zwar auch Plastik, jedoch ist dies in der Regel zu weich um die Zähne richtig abnutzen zu können. Die Konsequenz können zu lange Zähne und daraus resultierende Zahnfehlstellungen sein.
Kunststoffeinrichtung kann durchaus Verwendung finden, jedoch am besten nicht ausschließlich. Eine Mischung aus beidem oder eine überwiegende Holzeinrichtung ist am besten.

 

Hier einige Beispiele was als Einrichtung verwendet werden kann (zum Vergrößern anklicken):

Ein Plastikkörbchen für 1€ aus dem Baumarkt mit selbst gebautem Einschub   Ein Tellerhalter aus dem Baumarkt als Leiter
Werkstatt Stapelbox aus dem Baumarkt   Eine Hängeetage aus einem Tablett mit Rand als Streuschutz
Ein Bonbonglas, kann auch auf die Seite gelegt und mit Sand befüllt werden (zum Buddeln oder als Klo)   Ein Haufen Einrichtung aus dem Zoohandel
Ein großer Ast aus dem Zoohandel, mit zwei Winkeln an der Schrankwand festgeschraubt   Noch eine Hängeetage aus einem Tablett
 

 

Käfigstandort:

Ratten sind sehr empfindlich, sowohl gesundheitlich als auch in ihren Instinkten als Fluchttiere. Daher sollte der Standort des Käfigs gut gewählt sein, damit sich die vierbeinigen Mitbewohner wohl fühlen können. Hierbei gibt es ein paar Dinge zu beachten.

bullet Die unmittelbare Nähe zu Heizkörpern oder Fenstern sollte gemieden werden, da Ratten empfindliche Atemwege haben und sich schnell erkälten. Trockene Heizungsluft kann zudem dazu führen, dass die Atemwege austrocknen
 
bullet Der Raum sollte möglichst konstante Bedingungen haben, zum einen die Temperatur (zwischen 18-24°C) als auch die Luftfeuchtigkeit (55-65%) betreffend
 
bullet Wird es im Sommer sehr warm in diesem Raum, sollte (zumindest übergangsweise) ein kühlerer Raum gewählt oder die Temperatur irgendwie gesenkt werden. Bis 30°C kommen Ratten mit etwas Abkühlung meist ganz gut klar (ausgenommen ggf. ältere oder kranke Tiere). Darüber hinaus können sie bereits erhebliche Probleme bekommen und es sollte in jedem Fall für eine kühlere Umgebungstemperatur gesorgt werden (Spiegelfolie vor die Fenster, kalte Handtücher um Verdunstungskälte zu erzeugen, im Kühlschrank gekühlte Fliesen/Platten in den Käfig legen, den Ratten kühles Wasser zum Abkühlen von Pfoten und Schwanz anbieten, o.ä.)
 
bullet Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, ist dies nicht möglich, müssen sich im Käfig ausreichend dunkle und kühle Rückzugsorte befinden oder der Käfig mit Handtüchern/Decken abgedeckt werden. Sonneneinstrahlung schadet den Rattenaugen auf Dauer, da es sich um dämmerungs- und nachtaktive Tiere handelt. Zudem fühlen sie sich an dunkleren Orten sicherer und wohler und auch die Hitze die in direkter Sonneneinstrahlung entsteht kann zu Hitzschlägen und Kreislaufversagen führen.
 
bullet In dem Raum sollte außerdem nicht permanenter Trubel sein, die Ratten dürfen gerne am Alltagsleben teilnehmen und es kann auch mal etwas lauter Musik gehört werden (nicht zu laut für die empfindlichen Ohren), aber es sollte nicht jeden Tag eine laute Party mit vielen (ggf. sogar fremden) Menschen stattfinden. Das würde die Tiere zu sehr stressen.
 
bullet Geraucht werden sollte auch am besten nicht oder nur eingeschränkt, wenn sich die Ratten im Zimmer befinden. Der Rauch schadet ihren empfindlichen Atemwegen und ihre feinen Nasen finden den Geruch sicher auch nicht besonders toll. Am besten also gar nicht oder direkt am Fenster rauchen
 
bullet Gelüftet werden darf selbstverständlich, dabei sollte aber unbedingt beachtet werden, dass Ratten nie in der Zugluft stehen sollten. Sie erkälten sich viel schneller als man denkt. Fenster auf bei geschlossener Tür ist jedoch ok. Zieht es unter der Tür durch, kann ein Handtuch davor gelegt werden oder der Käfig so platziert, dass er nicht zwischen Tür und Fenster, also in der "Laufbahn" der Luft steht.
 
bullet Ein möglichst geschlossener Käfig (z.B. ein Schrankkäfig) verringert zusätzlich die Gefahr eintretender Zugluft

 

Hier seht Ihr einige fertig eingerichtete Käfige als Anregung (zum Vergrößern anklicken):
Achtung: Nicht alle entsprechen den Mindestmaßen für eine dauerhafte Rattenhaltung sondern dienten nur als kurzzeitige Übergangskäfige!

 

Der Dreitürer IKEA Aneboda Ein Furet Tower Noch ein IKEA Aneboda
 
Noch ein Furet Tower Der Dreitürer anders eingerichtet
 
Der Selbstbauschrank aus 2 Regalen Und noch ein Furet Tower
 
Ferplast Jenny Ein Furet XL Ein kleiner Selbstbau  

 


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